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Praktische Informationen von Behörden
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Schulden

Falls die Bezahlung von Rechnungen für den Kauf von Waren und Dienstleistungen oder die Ratenzahlungen von Darlehen nicht innerhalb des Fälligkeitstermins erfolgen, werden die Forderungen eventuell an ein Inkassobüro geschickt. Ein Inkassoverfahren wird zu höheren Zinsen und Extrakosten führen und im schlimmsten Fall in einem Zwangsverkauf von z.B. Haus, Auto etc. enden. Es ist daher wichtig, dass, wenn man Probleme bei der Bezahlung der Raten hat, man sich rechtzeitig mit dem Kreditor/Darlehensgeber in Verbindung setzt, um mit ihm möglicherweise einen realistischen Ratenzahlungsplan zu vereinbaren.

Sollte die finanzielle Situation äußerst prekär sein, bietet sich die Möglichkeit der Schuldensanierung.

Es empfiehlt sich außerdem, das Inkassobüro direkt darüber zu informieren, dass Sie Kontakt zu Ihrem Kreditor aufgenommen haben zwecks Vereinbarung eines Ratenzahlungsplans, und das Büro zu bitten, die Forderungen bis auf weiteres einzustellen. Weitere Inkasso-Unkosten werden unter Umständen auf diese Weise vermieden.

Schuldensanierung (Privatinsolvenzverfahren)

Die Schuldensanierung („gjeldsordning“) gibt Menschen mit ernsthaften Schuldenproblemen die Möglichkeit, ihre eigene wirtschaftliche Situation unter Kontrolle zu bringen. Ein Vertrag über eine Schuldensanierung kann z.B. regeln, dass einem Schuldner ein Aufschub oder eine Aussetzung bei der Rückzahlung der gesamten Schulden oder eines Teils gewährt wird, dass dem Schuldner ganz oder teilweise die Zahlung von Zinsen und anderen Kosten erlassen wird oder dass die Schulden ganz oder teilweise erlassen werden.

Üblicherweise zahlt der Schuldner im Laufe von fünf Jahren so viel wie möglich von den Schulden. In dieser Zeit muss er den Teil seines Nettoeinkommens (Einkommen nach Steuern) zur Schuldentilgung bereithalten, der die Ausgaben für das Wohnen und die eigene Versorgung sowie die der Familie übersteigt. Dieser Betrag kann dann an die Gläubiger verteilt werden. Grundsätzlich ist man nach diesen fünf Jahren schuldenfrei.

Die Gerichtsvollzieher („namsmann“) sind für die Durchführung des Verfahrens verantwortlich. In den folgenden Gemeinden ist die Vollstreckungsbehörde („namsfogden“) gleichzeitig Gerichtsvollzieher: Oslo, Bergen, Stavanger, Trondheim, Fredrikstad, Skedsmo, Asker, Bærum, Tønsberg, Nøtterøy, Kristiansand, Sandnes, Tromsø und Karlsøy. Im Rest des Landes ist die örtliche Polizei die Vollstreckungsbehörde.

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