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Praktische Informationen von Behörden
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Schweigepflicht im Gesundheitswesen

Das Personal im Gesundheitswesen unterliegt der Schweigepflicht. Dies beinhaltet Vorkehrungen, um zu verhindern, dass Unbefugte Kenntnis vom Gesundheitszustand oder anderen persönlichen Verhältnissen eines Patienten erhalten. Die Schweigepflicht gilt auch gegenüber den nächsten Angehörigen, wobei Eltern allerdings das Recht haben, Informationen über Kinder unter 16 Jahren zu erhalten, wenn sie die Erziehungsberechtigten sind.

Jeder Patient kann das Gesundheitspersonal von der Schweigepflicht entbinden. Für ein Kind unter 16 Jahren müssen die Eltern ihr Einverständnis geben, dass Informationen weitergegeben werden. Bei Personen über 16 Jahren, die nicht in der Lage sind, ihr Einverständnis zu einer medizinischen Hilfeleistung zu geben, zum Beispiel wegen Bewusstlosigkeit, kann die oder der nächste Angehörige die Zustimmung geben, dass medizinische Informationen an andere übermittelt werden.

Das Gesundheitspersonal kann Angaben, für die normalerweise die Schweigepflicht gilt, an anderes Gesundheitspersonal übermitteln, wenn dies zur Gewährleistung einer notwendigen medizinischen Hilfeleistung erforderlich ist.

Ungeachtet der Schweigepflicht ist das Personal im Gesundheitswesen verpflichtet, die zuständige Behörde der Kinder- und Jugendhilfe zu unterrichten, wenn Verdacht auf Misshandlung des Kindes im Elternhaus besteht oder das Kind auf andere Art erheblich vernachlässigt wird. Das Gesundheitspersonal ist auch verpflichtet, die Polizei oder die Feuerwehr zu alarmieren, wenn dies zur Verhinderung von schweren Personen- und/oder Sachschäden erforderlich ist.

Wird die Schweigepflicht durchbrochen, hat der Patient in den allermeisten Fällen das Recht zu erfahren, welche Informationen übermittelt wurden und wer diese erhalten hat.

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